Einzugsgebiet als Karte darstellen — für Handwerksbetriebe

„Kommt ihr zu uns raus?" ist eine der häufigsten Fragen, die potenzielle Kunden vor der ersten Kontaktaufnahme klären wollen — und eine, die eine reine Textliste auf der Website oft nur unbefriedigend beantwortet.

Einzugsgebiet eines Handwerksbetriebs als Karte mit farbigen Anfahrtszonen und eigenem Betriebsstandort als Pin

Warum die Ortsliste auf der Website nicht reicht

Die meisten Handwerksbetriebe lösen die Frage nach dem Einzugsgebiet mit einer Aufzählung: „Wir sind tätig in Musterstadt, Musterdorf, Neustadt und Umgebung." Das funktioniert, solange „Umgebung" eindeutig ist — bei einem kleinen, klar begrenzten Gebiet reicht das oft aus. Sobald das Gebiet größer wird oder unregelmäßig verläuft, wird die Liste entweder unvollständig (einzelne Orte fehlen, obwohl sie eigentlich dazugehören) oder unübersichtlich lang. Eine Karte beantwortet dieselbe Frage auf einen Blick, ohne dass der Kunde erst eine Textliste nach seinem eigenen Ort durchsuchen muss — und ohne dass du bei jeder Erweiterung des Gebiets prüfen musst, ob die Liste noch vollständig ist.

Wo du die Grenze ziehst

Es gibt zwei gängige Wege, ein Einzugsgebiet abzugrenzen: nach Postleitzahlen (oder Gemeindegrenzen) oder nach einem Fahrzeitradius um den eigenen Standort. PLZ-basierte Grenzen sind einfacher zu kommunizieren und leichter zu pflegen — du kennst deine bedienten PLZ meist ohnehin schon aus dem laufenden Geschäft. Ein Fahrzeitradius ist präziser, wenn der Anfahrtsaufwand tatsächlich das entscheidende Kriterium ist, etwa bei Notdiensten mit garantierten Reaktionszeiten — dafür ist er aufwendiger zu bestimmen und schwerer auf einer einfachen Karte darzustellen.

Der Randfall, der in der Praxis am häufigsten für Rückfragen sorgt: ein Kunde liegt knapp außerhalb der gezogenen Grenze. Hier hilft es, von vornherein eine klare interne Regel zu haben — etwa eine Kernzone, in der ohne Rückfrage angefahren wird, und eine Randzone, in der eine kurze Abstimmung vor der Zusage üblich ist. Diese zwei Zonen lassen sich auf der Karte auch farblich unterscheiden, statt die Grenze nur als scharfe Linie zu ziehen.

Einzugsgebiet auf Website und im Google-Unternehmensprofil zeigen

Auf der eigenen Website ersetzt oder ergänzt die Karte die reine Ortsliste — am wirkungsvollsten direkt auf der Startseite oder der Kontaktseite, dort, wo ein Interessent ohnehin nach dieser Information sucht. Im Google-Unternehmensprofil lässt sich zwar kein eigenes Kartenbild einbinden, aber ein Verweis auf die Einzugsgebiets-Seite der eigenen Website im Beitragstext oder in der Beschreibung hilft, dieselbe Information auch dort auffindbar zu machen.

Die Karte im Angebot und auf dem Fahrzeug

Über die Website hinaus lohnt sich dieselbe Karte an zwei weiteren Stellen: als kleine Grafik im Angebot oder in der Auftragsbestätigung, wo sie bei Anfragen aus Randzonen sofort Klarheit schafft, welche Konditionen greifen — und als Beschriftung auf dem Firmenfahrzeug, wo sie im Vorbeifahren zeigt, welche Region bedient wird.

Anfahrtspauschalen sichtbar staffeln

Wer Anfahrtspauschalen nach Entfernung staffelt, kann diese Staffelung direkt auf der Karte abbilden: Zone 1 (keine oder geringe Pauschale) in einer Farbe, Zone 2 (mittlere Pauschale) in einer zweiten, Zone 3 (Sonderfahrt nach Absprache) in einer dritten. Diese Darstellung macht die eigene Preislogik nachvollziehbar, bevor überhaupt eine Anfrage gestellt wird — das reduziert Rückfragen und sorgt dafür, dass niemand von einer unerwarteten Anfahrtspauschale überrascht wird.

So baust du die Karte — konkret

  1. Liste zusammenstellen. Die PLZ oder Orte deines Einzugsgebiets, ggf. bereits nach Zonen (Kern/Rand oder Anfahrtsstaffel) sortiert — diese Liste hast du in den meisten Fällen aus dem laufenden Geschäft schon im Kopf oder in einer Tabelle.
  2. Zonen einfärben. Jede Zone bekommt eine eigene, klar unterscheidbare Farbe.
  3. Standorte als Pins. Der eigene Betriebssitz, ggf. weitere Standorte oder ein Lager, als Bezugspunkt auf der Karte.
  4. Ausgabe als PDF oder Bild. Für die Website reicht ein Bildexport, für den Druck auf Angebotsvorlagen oder Aushänge ein PDF in der passenden Größe.

Was das kostet

Ein Self-Service-Werkzeug wie Kartenfaktur kostet ab 29 € einmalig für ein Standardformat, ohne Anfrageprozess und mit gewerblicher Nutzung im Preis inbegriffen — die Karte kannst du sofort auf Website, Angebot und Fahrzeugbeschriftung verwenden. Ein Kartografie-Dienstleister löst dieselbe Aufgabe handgestaltet, meist zu einem höheren Preis und erst nach individuellem Angebot — für eine reine Einzugsgebiets-Darstellung mit wenigen Zonen ist das in den meisten Fällen mehr Aufwand, als die Aufgabe eigentlich braucht.

Deine PLZ-Liste hast du wahrscheinlich schon im Kopf. Trag sie ein, färb die Zonen und sieh dir das Ergebnis an — kostenlos bis zum Download.

Einzugsgebiet als Karte anlegen

Häufige Fragen

Wie zeige ich mein Einzugsgebiet auf einer Karte?

Du stellst eine Liste der bedienten PLZ oder Orte zusammen, ordnest sie ggf. Zonen zu (Kern-, Rand- oder Anfahrtsstaffel-Zonen) und färbst diese Zonen auf einer Karte ein. Als Bild für die Website oder als PDF für Druckvorlagen exportiert, ist die Karte sofort einsatzbereit.

Nach PLZ oder nach Fahrzeit abgrenzen?

Für die meisten Handwerksbetriebe reicht eine PLZ- oder Gemeinde-basierte Grenze — sie ist einfach zu kommunizieren und leicht zu pflegen. Ein Fahrzeitradius lohnt sich vor allem, wenn garantierte Reaktionszeiten (z. B. bei Notdiensten) das eigentliche Kriterium sind.

Darf/soll ich die Karte auf Website und im Google-Unternehmensprofil verwenden?

Ja — auf der eigenen Website lässt sich die Karte direkt einbinden, im Google-Unternehmensprofil zumindest über einen Verweis auf die entsprechende Seite verlinken. Bei einem Self-Service-Werkzeug wie Kartenfaktur ist die gewerbliche Nutzung im Kaufpreis bereits enthalten.

Was kostet so eine Karte?

Ab 29 € einmalig bei einem Self-Service-Generator, ohne Abo. Eine ausführlichere Einordnung der Preisspannen findest du unter Was kostet eine individuelle Landkarte.

Weiterführend: Vertriebsgebietskarte erstellen · Was kostet eine individuelle Landkarte